|

|
|
Unsere und
seine Geschichte ...
|
|
Seit der
Mittleren Steinzeit gilt der Hund als Begleiter des Menschen, seit
mindestens 15.000 Jahren. In Oberkassel (bei Bonn/Deutschland) wurden am
18. Februar 1914 die
Knochen eines Mannes, einer Frau und eines Hundes gefunden, die um
14.000 AD gelebt haben. Warum wurde ein Hund zusammen mit einer Frau und
einem Mann beerdigt?
|
Dieser Skelettfund stammt aus Ain Mallaha in Israel und ist
etwa 12.000 Jahre alt. Er zeigt das Skelett einer Frau, die
im Tode liebevoll nach ihrem Hund greift. Der Hund war ein fünf
Monate alter Welpe..

|
Im
Ardeche-Tal in der "la Grotta Chauvet" fand man Abdrücke von
schäferhundähnlichen Hundepfoten, die mit vier Zehen ausgestattet waren.
Diese Abdrücke sind auf 25.000 Jahre geschätzt worden!
Bereits vor 25.000 Jahren
unterschied sich das Trittsiegel des Hundes deutlich von dem des Wolfes.
In
Amerika fand man 10.000 Jahre alte Überreste von primitiven
Hundeschlitten.
Knochenfunde aus dem Irak
( Palegawra-Höhle) und werden 12.000 Jahre geschätzt.
Weitere europäischen Hundeknochenfunde stammen aus dem
Senchenberg-Moor und werden auf ca. 8.000 v. Chr. geschätzt.
Was wird uns in der Zukunft noch für Überraschungen offenbart? Lange
vor unserer Zeitrechnung begann also die wechselvolle Geschichte von
Wolf, Hund und Mensch und erreichte bis heute eine Vielfalt der
Beziehungen wie bei keinem anderen Haustier.
|
Ein
Zitat von Eric Zimen:
Die erste geschichtlich
nachgewiesene Begegnung zwischen Wolf und Frau lag lange Zeit in
einem schier unentschlüsselbaren Wirrwarr von Linien verborgen.
Auf einer kleinen Schieferplatte aus einer Steinzeitsiedlung am
Ufer des Rheins fand man ein wildes Durcheinander von
Einritzungen. Auf anderen sah man sofort den Kopf eines Pferdes,
die Umrisse eines Rentieres, Frauengestalten auch ohne Kopf und
Beine, aber mit viel Busen, Bauch und Po - wohl
Fruchtbarkeitssymbole. All diese Zeichnungen in weichen Schiefer
geritzt, widerspiegeln das Leben und das Wertgefüge der
Menschen, die vor fünfzehntausend Jahren bei Gönnersdorf am
Ufer des großen Flusses ihre Zelte aufschlugen. Es waren Jäger
und Sammler. Haustiere gab es noch nicht und auch keine
Kulturpflanzen, die man sähen und später ernten konnte. Man
war vielmehr allein auf das angewiesen, was die Natur von sich
aus an Überfluß produzierte.
Und das war nicht wenig, trotz Kälte und nahem Eis. Über die
offene Tundra zogen große Renherden. Pferde und Vögel, Robben
und Fische waren weitere reiche Nahrungsquellen. Beeren, Kräuter,
Pilze ebenso. Im Permfrost der Böden ließen sich
Nahrungsreserven lange lagern. So hatten die Menschen viel Zeit.
Sie schmückten ihre Werkzeuge und ihre Waffen aus Stein, Und
sie malten die Wände ihrer Wohnhöhlen mit herrlichen Bildern
aus. In Gönnersdorf befestigten sie die Wege zwischen den
Zelten und die Böden in den Zelten mit Schieferplatten. Fast
alle davon waren voll mit eben jenen eingeritzten Zeichnungen,
in denen man die Lebenswelt von damals so schön erkennen kann.
Nur einige Platten mit allzu verwirrenden Linien blieben
lange Zeit ungedeutet. Bis man Linie für Linie
nachzeichnete. Auf einer Platte kam ein Wolf zum Vorschein; ein
weiteres Tier der damaligen Tundra. Also nichts besonderes. Bis
man weitere Linien nachzog und drei Frauengestalten erkannte.
Sie liegen quer über dem Wolf - oder er über ihnen. Wie man
will. Man könnte diese Überlagerung von mehreren Bildern, von
der realistischen Abbildung eines Wolfes und von Symbolfiguren
der Fruchtbarkeit als zufällig abtun. Aber es gibt weitere
Verknüpfungen von Frau und Wolf/Hund aus dem gleichen Gebiet
aus einer etwas späteren Zeit. Im 14.000 Jahre alten Doppelgrab
von Oberkassel bei Bonn fand man Skelettreste von einem älteren
Mann und einer neben ihm begrabenen jüngeren Frau. Dem Mann
waren Werkzeuge und Waffen als Grabbeigabe mitgegeben. Neben der
Frau aber lagen nur die Reste von einem mittelgroßen Tier.
Zuerst hat man das Tier als Wolf identifiziert, später aber
anhand der Zähne als Hund erkannt. Der bislang älteste
Hund der Geschichte und zugleich das erste Haustier des
Menschen. (...)
Eric Zimen, Frau und Wolf,
auf der Suche nach einer uralten Beziehung |
Kein Tier hat sich
den "Machenschaften" des Menschen so sehr angepasst, wie der
Hund, der sich von seinen wölfischen Urverwandten ganz auf uns
konzentriert hat. Viele Arten von Haustieren hat der Mensch in sein
Leben gelassen, doch allein der Hund hat sich dem Mensch völlig
angepasst. Je nach
Verwendungszweck entstanden so Rasse, deren Vertreter sich sehr in
Charakter und Aussehen unterscheiden. Bis heute gibt es an die 400
Hunderassen weltweit. Die verschiedenen Typen wurden früher für
bestimmte Zwecke gezüchtet. Dabei kam es wohl weniger auf Äußerlichkeiten
an, als auf praktische Eigenschaften, wie z.B. Stöberhunde,
Vorstehhunde, Treibhunde oder Hof- und Hirtenhunde. Oft wurden Tiere
verschiedener Typen gekreuzt, um einen neuen Wesenszug zu gewinnen. Eine
gewisse Rassezucht wurde im Mittelalter auf den Adelshöfen an den
Jagdhunden betrieben.
In
einem keltischen Doppelgrab in Wallertheim wurde die Glasfigur eines Hundes
gefunden
Viele steinzeitliche Funde
belegen die die Nähe de Hunde und des Menschen, über Jahrtausende
hinweg. In der Bronzezeit begleitet uns der Hund auf Felsmalereien und
Ritzungen. Vom aufgefunden "Torfspitz", ein kleiner, spitzähnlicher
Hund, dessen Schädel zuerst in den Resten von Pfahlbauten an der Ostsee
gefunden wurde, bis zu Kunst- oder Kultgegenständen in der langsam
aufdämmernden Neuzeit.
 |
|

|
|
Altbekannt
sind die schützenden, wachenden und begleitenden Unterwelthunde.
Gut bekannt ist auch der große schwarze Hund mit den feurigen
Augen, der zu Mitternacht auf den Friedhöfen spukt. Eben eine noch
neuere Form des Hundes, der die Pforten der Wirklichkeit in eine
Unwirklichkeit überschreiten kann.
Da ist der drei- (oder mehr)
köpfige Cerberus der griechischen Mythologie, oder Garm, der die
Menschen umkläfft, die in Helheim eingehen. Garm ist der Hund der
Unterweltgöttin Hel, die Schwester des Fenrirwolfes. Hunde als
Begleiter der Toten, die den Weg in die Unterwelt gehen und daraus
wieder zurück zu den Lebenden gelangen. Eine ältere und ganzheitliche
Form der Hel ist die Göttin Holda, unsere Frau Holle. In den
Rauchnächten schickt sie ihren Hund zu uns. Er bringt uns Glück oder
Unheil, eben so - wie wir ihn behandeln. Jagen wir ihn fort, bringt
das Unheil. Sie jagt mit der Wilden Jagd und ihren Hunden.
|
|

|
|
Der Hund
wird zum Todesboten, zum Hellseher, zum Opfertier und zum Mondtier, zum
Unterweltwächter, zum Begleiter der Hexen und Dämonen. Oft kommen die
Spukgestalten der Nacht in Form von Hunden. Und doch ist und bleibt der
Hund das Tier der alten Göttinnen, denn wir finden ihn vor allem an der
Seite der Diana, der Holda und der Hel, der Artemis, der Hekate und der
Nehalennia. So ist die
Kombination Hund und Göttin eine sehr alte.
|
|
|
|
Göttinnen
und Hunde
|
|
Der
Hund der Nehalennia
|
|
In
Holland und auch in Deutschland werden Hunde, das Meer und die
Vegetation mit dieser besonderen Göttin in Verbindung gebracht: Nehalennia. Ihr wurde auf der batavischen Insel Wacheren
(Scheldemündung,
Holland)
ein Tempel errichtet. Auch in deutschen Landen ist Nehalennia auf
achtzehn Altären bildlich dargestellt, auf dem meisten mit einem Hund
an ihrer Seite.

Sämtliche Bilder zeigen die Göttin
in einen weiten, mit einem großen Kragen versehenen Mantel gehüllt,
der durch eine Spange oder Schnalle zusammengehalten wird. Ein Hund
begleitet sie, sitzt wartend und aufmerksam neben ihr, ist ihr Begleiter
und ihr Tier. Sie trägt einen Fruchtkorb, hauptsächlich Äpfel. Füllhörner,
Bäume und Weinreben umgeben sie.
Da sie auch oft mit Schiffen oder
Rudern dargestellt ist, gilt sie als Schirmherrin der Schifffahrt und
des Seehandels und des Meeres. Der verhüllende Mantel scheint auch auf
eine Göttin der Unterwelt zu deuten, ebenso der Hund (indog. =
neqos, germ.= nehal, die "Totenbergerin").
Hunde wurden früher oftmals mit
dem Tode assoziiert bzw. als Begleiter oder Hüter der Unterwelt
gesehen.
Nehalennia aber wird auch mit dem Meer in Verbindung gebracht.
Die Wortwurzeln nawe, navalis, deuten auf den Nachen der Schiffe, die
Wurzel "haleni" auf die "Gewährende", Reichtum
Spendende. Ihre Verehrung in Deutschland ist für den Rhein und die Nordseeküste
bezeugt. In Deutschland fand der Schiffsumzug etwa zu Fastnacht statt.
So erklären sich, römische und germanische Namen auf den
Nehalenniasteinen und unsere traditionsgebundenen Karnevals - oder
Fastnachtsumzüge. |
|
|
|
Holda,
Frau Holle mit Hund
|
|
Holda
oder auch im Volksmund "Frau Holle" ist eine alte ganzheitliche
germanische Göttin, aus der Hel oder Hella hervorging (oder sind sie
ein und dieselbe?!) und die
nicht nur den "Unterweltaspekt" von Holda mitgenommen hat,
sondern auch ihren Hund.
Wie wir aus dem Märchen "Frau Holle"
wissen, gerät die Goldmarie durch den Brunnen in Frau Holles Reich, und
doch schneit es auf der Erde, wenn Frau Holle ihre Betten schüttelt.
Frau Holle ist die Schutzpatronin der jungen Mädchen, die ihre Hilfe
brauchen. Dieses Märchen lebt in Deutschland ganz stark in Nordhessen
auf dem Hohen Meissner, der auch der Berg der Frau Holle genannt
wird.
In den Nächten zwischen
Weihnachten und den Heiligen Drei Königen, auch Rauchnächte oder
"den Zwölfen" genannt, jagt Frau Holle oder Holda mit ihren
Hunden durch die Lüfte. Erblickt sie offenstehende Häuser, schickt sie
eine Hündin hinein. Dieser Hund lässt sich nicht verjagen und tötet
man ihn, bringt dies Unglück und Krankheit über das Haus und seine
Bewohner. Am Tag wird er zu Stein, in der Nacht kehrt er wieder, ein
Jahr lang. Diese Sage lebt besonders stark im Mecklenburg - Vorpommern,
im Spessart, Hessen und Thüringen. Die "Zwölfen" waren die
heiligen Tage der Frau Holle. In dieser Zeit durfte niemand Mehl mahlen,
keine Räder sich drehen sondern es sollte gefeiert und sich entspannt
werden.
Frau Holle brachte auch die Neugeborenen (durch einen Brunnen)
ans Tageslicht und führte die Verstorbenen zum Eingang des Totenreichs.
|
|
|
|
Hel,
die Hüterin der Unterwelt - und mit ihr hütet Garm
|
|
Hel
oder Hella ist die späte germanische/skandinavische Unterweltgöttin, die wölfischer
Natur ist. Sie ist gleichen Ursprungs mit der ganzheitlichen Holda (freundliche
germanische Göttin, die im Brauchtum auch Frau Holle genannt) und der
Nehalennia. Ihr Bruder ist der Fenrirwolf, in ihrem Reiche wacht der
blutbefleckte Höllenhund Gram (r), was Verschlinger bedeutet. Odin wird
auf seinem Ritt zur Hel von ihm umkläfft. Menschen, die nicht in der
Schlacht gefallen sind, fahren zur Hel, Garm empfängt sie. Das Haus der
Hel bewacht Garm.
In der nordischen Mythologie überschneiden sich Garm und der
Fenrirwolf sehr oft. Hel wird zugleich als wunderschönes Mädchen als
auch als alte hässliche Frau dargestellt. Ihre Geschichte jedoch ist
viel älter, als die germanische Mythologie, die sie allein in die
Unterwelt verdammt hat. Einstmals scheint sie eine ganzheitliche Göttin
gewesen zu sein, die diese Aspekte im Zeitalter der germanischen Mythologie
gegen den Unterweltaspekt einbüßen musste.
In der Prosa-Edda hat sie
eine weiße und eine schwarze Gesichtshälfte. Ihr Reich ist Helheim,
wohin die Toten "fahren", die nicht in der Schlacht gestorben
sind. In vielen Orten und Städten gibt es noch immer den
"Hellweg", der meist von Osten nach Westen verläuft. Ihr Name
findet sich in Holland (niedriges Land oder Unterwelt), Helgoland wie in
Halloween wieder, in Ortsnamen wie Altenhellefeld und Hellabrunn und in
Wörtern wie "Hellseher".
|
| |
| Diana,
die Jägerin der Nacht |
|
Diana
oder auch Tana (etruskisch) ist eine mächtige Mondgöttin, eine mit
ihren Hunden jagende Tochter der Nacht. Von Frauen wurde sie in
Liebesdingen angerufen, die oftmals eine Hündin für sie ausführte.
Ihre Kulte wurden zur Nacht in Heiligen Hainen gepflegt, nach heute wird
in in einigen abgelegenen italienischen Dörfern am 15./17. August ihr Fest
gefeiert, das auch zum Namenstag der Maria, der Mutter Gottes wurde.
Auch sie steht derweilen auf einer Mondsichel. In Spanien wurde sie zur
heiligen Pilar (an ihrem Namenstag beginnt die Jagd im
Herbst in Katalonien), auch auf der Mondsichel stehend.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich Dianas Stellung profan heruntergespielt,
in der Neuzeit wurde sie nur als halbbekleidete Frau mit Bogen gezeigt.,
im Mittelalter in Deutschland galt sie als der Inbegriff der
Hexerei.
Sie wurde auf der Mondsichel stehend dargestellt, an ihrer Seite ein
Hund. Ihr Name wurde von "Die Leuchtende" "La
Divina" abgeleitet.
|
| |
| Hekate,
Wanderin der Dunkelheit |
|
Hekate
wandert in mondlosen Nächten, umgeben mit ihren heiligen Hunden. Sie
ist eine Tochter von Asteria. Sie gilt als Hexen- und Zaubergöttin und herrscht über die
übernatürlichen Kräfte. Hekate wurden oft Reste des Abendmahles vor
die Tür gestellt, die für sie und ihre Meute bereitgehalten wurde.
Hekate als Herrin alles Zauber-, Spuk- und Hexenwesens war im 5.
Jahrhundert sehr populär. In erster Linie war sie eine Frauengöttin.
Sie gilt zugleich als hilfreich und unheimlich. Mit Fackel und Schlangen
im Haar tritt sie als Herrin alles "nächtlichen Unwesens" auf, ebenso
beherrscht sie die Zauberei und Giftmischerei. Sie jagt mit ihrem
Gespensterschwarm durch die mondlose Nacht.
Dargestellt wird sie mit nach drei Richtungen blickenden Gesichtern.
Ihre heiligen Tiere sind die Hunde, die sie stets begleiten ...
|
|
|
|
Artemis
|
|
In
der westlichen Kultur gilt Artemis als jungfräuliche Mond- und Jagdgöttin,
die des Nachts mit ihren Hunden die Wälder durchstreift, bewaffnet mit
Pfeil und Bogen. Diese Gestalt war aber nur eine ihrer vielschichtigen
Erscheinungsformen. Sie wurde von Frauen in den Wehen angerufen. Ihre
Feiern wurden in Vollmondnächten im Wald zelebriert. Ihre Tiere sind
der Hund und der Bär.
|
|
|
|
Alte
Damen und ihre Hunde
|
|
Erinnyen
|
|
Bevor
die griechischen Götter auf den Olymp einzogen, lebten dort drei
unsterbliche schwarze Jungfrauen, die Schlangenhaar hatten und deren
giftiges Blut aus ihren Augen tropfte. Sie waren in Grau gekleidet und
durchstreiften die vorhellische Welt kläffend wie Hündinnen um die zu
verfolgen, die gegen die urzeitlichen Gesetzte des Blutes verstoßen
hatten. Die Griechen versicherten einander: Selbst die Hunde haben ihre
Erinnyen.
|
|
Lyssa
|
|
Lyssa
(Tollwut)
ist eine griechische Unterweltgöttin, die mit ihren Hunden durch die
Nacht jagt. Sie wird als Dämonin des Wahnsinns bezeichnet. Ihre Wurzeln
vereinigen sie mit Hekate.
|
|
Sedna
|
|
Sedna
war einst ein wunderschönes Eskimomädchen, das sich auf die Lügen
eines Meeresvogels verließ und diesen heiratete. Doch sie lebte so
unglücklich mit ihm, dass ihr Vater Anguta seiner Tochter zur Hilfe
kam. Er floh mit ihr über die aufgewühlte See und wurde von der Rache
der Vögel verfolgt. Als sein Boot zu kentern drohte, stieß er seine
Tochter ins Meer. Sedna jedoch versuchte mit den Fingern das Boot zu
packen, doch er schnitt ihr diese ab. Mit ihren verstümmelten Armen
klammerte sie sich nun an den Bootsrand, doch auch dieser wurden
abgeschnitten. Er stieß ihr ein Ruder ins Auge und sie sank auf den
Grund des Meeres um in einer anderen Dimension in Macht und Weisheit zu
herrschen. Wie auch in der Mythologie der Germanen hängt Odin am
"Windigen Baume" um Weisheit und Macht zu erlangen. Dafür
opfert er ein Auge.
Auf dem Meeresgrund wurde
Sedna zur Herrin der Unterwelt, der Tiefe, die Herrscherin über Tod und Leben.
Ihr Land wird Adlivun genannt. An ihrer Seite lebte nun ein
schrecklichenerregender Hund , der auch ihr Gatte war. Der Hund lebt vor
ihrem Haus und bewacht den Eingang desselben. Er wacht über sie und
rächte sich auch an ihrem Vater, dem er ebenfalls die Hände und Beine
abfrisst. Der Vater lebte von nun ab auch in der Unterwelt des Meeres. Brachen die
Menschen die Gesetzte der Sedna, bestrafte sie diese mit Krankheit,
Hunger und Stürmen. Vermittler zwischen den Menschen und Sedna waren
die Schamanen, die ehe sie zu ihr gelangen konnten, an ihrem Hund vorbei
mussten. |
|
Pele
|
|
Pele
(ausgesprochen Peilei) ist die havaianische Vulkangöttin, die Herrin des Feuers und der
Unterwelt. Sie wohnt in den Tiefen des Kilaueas und dem Mouna Loa. An
ihrer Seite wacht ein großer Hund, den sie zur Oberfläche schickt,
bevor es einen Vulkanausbruch gibt. Sie wird zugleich als ein ein wunderschönes
Mädchen wie auch als eine schwarze alte Frau beschrieben. Pele ist aber
auch die Göttin der inneren Glut der Leidenschaft, denn oft genug hat
sie sich einen schönen jungen Mann erwählt, mit dem sie diese
ausgelebt hat.
|
|
Zverine
|
|
Zverine
(von zveris - Wild) ist eine litauische Waldgöttin und
Schutzgöttin der Waldtiere sowie die Göttin der Hunde. Morgens
und abends brachte man der Zverine Geschenke dar, um sich ihres
fruchtbarkeitsspendenden Segens zu versichern.
|
|

|
|
Der
indische Gott Shiva wird der Herr der Hunde genannt. Seine Gattin
Kali-Durgha heißt "Die mit dem Wolfsgesicht".
In Babylon gehört der Hund
zur Heilsgöttin Gula.
Die Azteken hatten ihren Totenhund Xolotl als
Seelengeleiter und der Hund war der Begleiter des Dionysos auf
seinen nächtlichen Liebesabenteuern. Lamia wird als Hündin
dargestellt.
Apuet
führt die die
Seelen der Verstorbenen durch die Unterwelt ins Reich der Osiris, wird
durch den Schakal versinnbildlicht.
Romulus und Remus wurden von einer Wölfin gesäugt, überall in der
Toskana findet man ihre Standbilder ...
In Hellas ist der Hund der Begleiter der Aphrodite.
Dem Asklepios, der Heilgott aus
Epidauros, waren Hunde und Schlangen heilig. Hundehüften und und
Hundekopf hat die Tochter der Hekate, Skylla.
Der Helm des Hades der griechischen
Unterwelt, verhüllend und unsichtbar machend, zeigt auf antiken
Darstellungen die Gestalt eines Hunde- oder Wolfkopfes.
Die Kehren heißen: Hunde des Hardes.
So viele Mythen, Göttergeschichten und Sagen kreisen um den Hund, doch
seine Stellung sollte sich wandeln, ebenso wie die der alten Göttinnen..
|
|
|
Vom
Niedergang des Hundes
|
|
Der Hund
hatte wie die alten Göttinnen zwei Gesichter: Er war der Begleiter
derselben und ein geachtetes, verehrtes, heiliges Tier. In Griechenland
wurde ihm sogar die Aufgabe als Heiler zuteil. In einem Tempel wurden
die Leidenden in Schlaf versetzt und die Hunde leckten ihre Wunden.
Hundespeichel galt als heilsam.
Cave
canem! - Hüte dich vor dem
Hund!, hieß es. In Pompeji findet man ihn noch an den Eingängen der
verschütteten Häuser. Gemeint war der alte Unterwelthund, hüte dich
... |
|
Der
Hund, verdammt und geächtet
|
|
Verdammt
und verachtet war im Mittelalter der Hundshautgerber/Abdecker. Der Abdecker
galt als unrein, der Kontakt mit einem toten Hundekörper ließ einen ebenso
unrein werden.
Wer einen Hund
fahrlässigerweise tötete, wurde für handwerksuntüchtig und unehrlich
erklärt. Hundetötung hielt man für heidnisches Sakrileg. Unter
christlich-kirchlichen Einflüssen verkehrte sich dieses Tabu ins
Schmutzige, Verruchte.
Nach dem Glaubenswechsel wandelte sich die Position des Hundes fast
völlig ins Negative. Der Hund wurde das Tier des Teufels. Der Teufel
erschien als großer schwarzer Hund, die Hexe hatte einen
schwarzen Hund. Doktor
Faust begleitete ein schwarzer Pudel.
An Hünengräbern und auf
Friedhöfen spukte ein großer schwarzer Hund ...
Wie viele Sagen gibt
es, in denen von jenem großen schwarzen Hund geredet wird? Davon
weiter unten ...
Das Wort
HUND wurde zum Schimpfwort.
Manche Verbrecher hing man noch im 16. Jahrhundert mit dem Kopf nach
unten zwischen zwei Hunden auf, als Schärfung der Galgenstrafe.
Selbstmörder wurden zur Schmähung in manchen Städten zwischen einem
Hund und einer Katze aufgehangen.
Eine Art der Bestrafung von Verbrechern wurde mit der Strafe des
"Hundstragen" ausgeführt. Der Verbrecher musste einen Hund um
die Kirche des Dorfes tragen.
Das
Hundsschlagen
Verachtenswürdig galten die unzähligen Streuner in den deutschen Städten, die
zu sogenannte Treibjagden auf die Hunde führten:
Das Hundsschlagen.
In z.B.. Nürnberg wurden
Stadtknechte unterhalten, die diese Arbeit ausführten. Das Hundeschlagen
wurde dort noch im 18. Jahrhundert belegt. Aus
größeren Städten gibt es ab dem 15. Jh. Urkundenmaterial, das die
Anstellung von Hundeschlägern nachweist.
In
Hamburg durften nur an bestimmten Tagen die Hunde gejagt werden:
montags, mittwochs und freitags, die alten heiligen Tage der Germanen -
der Tag des Mondes, der Tag des Wotans und der Tag der Freia.
In
Wien wurden im Jahre 1444 dokumentiert 866 Hunde eingefangen und
getötet. 1674 musste der Hundeschläger in der Stadt Salzburg einmal
pro Woche Jagd auf die Hunde machen.
Im
Jahr 1752 ordnete die niederösterreichische Regierung das Einfangen der
freilaufenden Hunde jeden Monat bei Vollmond an.
Und dennoch: Hunde wurden im Mittelalter als geistersichtig angesehen.
Man begegnete ihnen mit Abscheu und zugleich mit heiliger Scheu.
Mythologie
und Folklore kennen Beispiele für die Gabe der Hunde, Geister
wahrzunehmen und die Zukunft voraus zu sehen. In zahlreichen
Spukberichten findet sich die Mitteilung, ein Hund habe offensichtlich
auf etwas Unsichtbares reagiert. Schaute man zu Mitternacht zwischen die
Ohren des Hundes, allerdings musste man dabei seine Hinterpfote anheben,
konnte man ebenfalls die Geister sehen. Noch immer war er der Vermittler
zwischen dem Unerklärlichen und der Wirklichkeit und noch immer befand er sich an der Seite der Menschen.
Im Christentum wurde Rupert von Salzburg zum Schutzheiligen der Hunde.
Der Hund ließ sich nie bei aller
Achtung und Verachtung von der Seite der Menschen drängen - und so ist es wohl noch heute. |
|
|
| Hunde,
Höhlen, Unterwelts- & Höllenhunde, Mythen und Sagen |
Garm (Wächter
der Unterwelt der Germanen; Hund der Hel)
-
In der
nordgermanischen Mythologie
ist Garm
der riesige
Hund der Totengöttin Hel, der am Eingang zu Hels Reich (in der
Grotte Gnipahellir) haust. Mit blutverschmierter Brust, bewacht er
das Reich seiner Herrin. Odin wird von dem heulenden Hund lange
umkreist, als er auf Sleipnir nach Helheim reitet (Edda, Balders Träume). In
der Prosa-EDDA heißt es: Die Esche
Yggdrasil ist der Bäume erster, (...) der Hunde Garm.
Im Wegtamslied/EDDA
wird beschrieben, wie Garm das Haus der Hel umkläfft.
Managarm
(der germanische Mondhund)
- Managarm
(Mangarm, nord. "Mondhund"). Er ist der erstgeborene Sohn
der dänischen Totengöttin Angurboda, auch bekannt als
Riesin Angrboda, die auch Mutter der
Hel ist. Managarm wird manchmal auch als Fenrirwolf bezeichnet.
Managarm ist ein Hund/Wolf, der
mit seinen Brüdern die Toten nach Walhalla bringt. Er frisst am
Fleisch der Verstorbenen und zur Endzeit wird er den Mond
verschlingen.
-
Der vielköpfige
Hund Kerberos ist der Torhüter in der Unterwelt in der griechischen
Mythologie.
Die Toten müssen vorbei an dem "Höllenhund" Kerberos vor
ihre Richter treten. Er hat drei, fünfzig oder hundert Köpfe. In
verschiedenen Varianten hat er einen Schlangenschwanz und auf dem Rücken
ein oder mehrere Schlangenköpfe. Er ist Sohn des Typhon und der
Echidna, also ein Bruder des Orthros (des Hundes des Geryones), der
Hydra, der Chimaira und des Löwen von Nemea. Die Kommenden wedelt
er an, lässt aber niemanden mehr heraus. Herakles musste ihn
lebendig vor Eurystheus bringen und ihn wieder in die Unterwelt zurückführen.
Aus dem Geifer, der dabei auf die Erde tropfte, erwuchs der giftige
Eisenhut. Orpheus bezauberte Kerberos durch seinen Gesang.
Hermen,
Wegbegleiter in der Nacht des Bergischen Landes
-
Im
Bergischen Land kennt man einen besonderen Hund, Hermen,
Hermestives oder Tives.
Er ist ein hilfreicher Hundedämon, des des Mitternachts umgeht und
mit seinen Augen denjenigen den Weg erleuchtete, die ihn um Hilfe
anrufen. Sicher führt er denjenigen, der ihn um Hilfe bittet.
Spottet man über ihm, hat man dagegen einen gefährlichen
Feind.
Argos, der
Hund des Odysseus
-
In Homers
Sage, kehrt Odysseus nach jahrelanger Abwesenheit in der Bekleidung
eines Bettlers in seine Heimat zurück. Als Einziger erkennt ihn
sein treuer Hund Argos, alt und
vernachlässigt, kaum in der Lage sich zu bewegen. Leise wedelt er
mit dem Schwanz beim Anblick seines Herrn um dann seine Augen für
immer zu schließen.
Al-Rakim
-
Koran,
Sure XVIII,10/18: Betrachtest du wohl die
Bewohner der Höhle und Al-Rakim als unsere Wunderzeichen?
... während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle
ausstreckt.
Nach einer Legende fanden sieben verfolgte Jünglingen in einer Höhle
in der Nähe von Ephesus Zuflucht. Dort schliefen sie ca. 200 Jahre
und wurden von dem Hund Al-Rakim bewacht. Diese Legende findet sich
nicht nur im Koran, sondern hat griechischen Ursprung und geht auf
die Christenverfolgungen während der Herrschaft des Kaisers Decius
(249-251 A.D.) zurück. Gregorius Turonensis (538-594) schrieb die
Legende in seinem Werk "De gloria martyrum" in Latein.
In der Toskana kennt man eine ähnliche Geschichte. Der Geliebte der
Göttin Diana - Endamone - wird durch eine Hexe mit einem Fluch
belegt um muss 200 Jahre in einer Höhle schlafen. Diana besucht ihn
Nacht für Nacht, oft in Form einer Hündin, und genießt seine
Liebe so im Traum.
Sie empfängt so viele Kinder wie Jahre Jahre vergehen von ihm. Hier
heißt der Jüngling Endamone, in einer griechischen/türkischen
Legende Endymion. Seine Höhle liegt auch in Ephesus, dem uralten
Mirakel, und auch er wunde von Hunden bewacht.
Anubis,
Totengott der ägyptischen Mythologie
-
Anubis
ist der schakalköpfige Totengott aus der ägyptischen Mythologie,
der die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt führte. Der
ägyptischer
Gott zeigt sich in Gestalt eines schwarzen Hundes. Seit der Frühzeit
wurde er als Totengott verehrt, der vor allem für die Mumifizierung
zuständig war und als Schutzherr der Gräber galt; er war auch beim
Totengericht anwesend. Anubis führt die Seelen in den Gerichtssaal
und wägt das Herz der Verstorbenen gegen die Feder der Maat als
Symbol der Wahrheit ab.
Xolotl,
Totenhund der Azteken
|
| |
|
Der Hund im Islam |
|
Allgemein ist bekannt, dass Hunde im Islam
als unrein gelten.
Der
Hund gilt als minderes Tier, dem kein guter Stellenwert zusteht, wobei
aber deutliche Unterschiede gemacht werden. Noch äger als den Hund hat
es aber das Schwein getroffen, zwei alte heilige Tiere mit demselben
mystischen Ursprung.
Hier
wird wird die Stellung des Hundes in der jüngsten Weltreligion
dargestellt:
Der
Hund ist ein unreines Tier, aber es werden Unterschiede gemacht:
Auch in den
islamischen Gebieten
wurden immer
schon Hunde geschätzt, wenn sie eine Aufgabe
hatten und dem Menschen "dienten".
Streunende
und verwahrloste Hunde gelten definitiv als
unrein.
Deshalb sind sie "Freiwild", mit der Stellung von Ratten bei uns
vergleichbar, deshalb findet man besonders in den islamischen Ländern
soviel Leid unter den streunenden Hunden. Ebenfalls gilt der Hundespeichel als unrein.
Hierzu gibt es drei unterschiedliche Auffassungen - nämlich drei, er ist
es nicht, er ist es dann und wann oder er ist es immer. Selbst die
Gelehrten streiten sich wann ein Hund nun wirklich als unrein gibt.
Interessant:
Auch in den islamischen Gebieten wurde der Hund als Jagd- und
Wachhund eingesetzt. Ein Jagdhund benetzt die Beute bei Erfolg
mit Speichel, trotzdem gillt die Beute aber als rein und darf
von Muslimen verspeist werden, obwohl Hundespeichel
ja dagegensprechen müsste.
In den heutigen Ansichten der Gelehrten tendiert man zu der Aussage,
daß “Diensthunde”, also die Hunde die für den Menschen arbeiten,
nicht komplett unrein sind. Damit sind Jagdhunde, Rettungshunde und
alle Hunde gemeint, die dem
Menschen nützlich sind.
Es gibt aber eine einzige Ausnahme, wann ein Hund IMMER als unrein
und BÖSE gilt, egal ob er Gutes tut oder nützlich dem Menschen dient:
Der Prophet wurde gefragt, was der Unterschied zwischen den
verschiedenfarbigen Hunden ist? Seine Antwort:
Es gibt keinen Unterschied zwischen den verschiedenfarbigen Hunden,
es gibt nur eine Ausnahme:
Komplett schwarze Hunde, und damit sind alle Hunde gemeint, die
wirklich ausschließlich schwarz sind und kein Tüpfelchen einer
anderen Farbe an sich haben, sind “böse”...In Räumen, in denen sich solche Tiere aufhalten, können Engel nicht
herein!
|
| |
|

Der
Hund als Spukgestalt
|
Überall
finden wir Legenden und Sagen, in denen Hunde in wölfischer Gestalt
des Nachts als Spukgestalt helfend, warnend, oder schadend
auftreten. Oft sind es schwarze Hunde mit glühenden Augen, die
nahe von Friedhöfen, alten Gemäuern, Straßenkreuzungen und um
Wegesrand auf bestimmte Menschen warten. Sie sind einfach da,
wie aus dem Nichts und verschwinden auch wieder so. Je nach Region
werden sie mit dem Teufel verbunden (Münsterland/Westfalen)
oder erhalten wie in England ein eigenständiges durchaus
respektvolles Sein, denn so wie man ihnen begegnet, so begegnen
sie einem selbst..
Hier
stellen sich Legenden, Erscheinungen aus alter und auch aus
jüngerer Zeit vor. Fall Sie in Ihrem Heimatort von weiteren
Hunden der Nacht wissen, Hunde die Schätze bewachen, schwarzen Hunden mit leuchtenden Augen,
Legenden, Begebenheiten, schreiben Sie sie auf und schicken Sie
sie an:
i.erwien@teleline.es
Und nun viel Spaß in der alten - aber längst nicht vergangenen
- Zeit, als sich das Unerklärliche durchaus mit der
Wirklichkeit verband.
Der
Hund als Spukgestalt
|
|
|
|
Der
Hund in der Heilkunde |
|
Trotz
seines wandelbaren Standes in der Geschichte der Menschheit, die ja
seinen Wandel ausgemacht hat, wurde dem Hund Heilkräfte zugesprochen,
die zum einen interessant, zum anderen sehr makaber anmuten. Man könnte
ihn als eine Apotheke auf vier Beinen ansehen:
Hundespeichel
galt im alten Griechenland wie auch in Deutschland im Mittelalter als
heilsam. Seine Zunge bringt Wunden und Geschwüren von Mensch und Tier
Heilung, wenn er sie beleckt, dies versicherte zum Beispiel Hildegard
von Bingen.
Hundehaut
heilt Arthritis,
Hundehaare
sollen gegen den Biss tollwütiger Hunde wirken.
Hundeblut
heilt andere kranke Tiere.
Aus
Hundefleisch lässt sich eine
Heilsalbe für Gelähmte herstellen: Säugenden Welpen werden gesotten
bis sich das Fleisch von den Beinen löst, die Substanz wird erkaltet
gestoßen und auf das Rückgrat und auf die lahmen Glieder geschmiert.
Hundekot
und Hundeurin: Neben Urin ist der
weiße Kot des Hundes von großer Wichtigkeit für verschiedene
Rezepturen gegen Zahnweh, gegen Halsgeschwüre, Fieber und Schwindsucht.
(Als
Anmerkung hierzu: im Mittelalter wurde Hundekot und Urin auch zur
Gerbung von Fellen genutzt.).
Fleisch,
Lunge, Fett und Fell des Hundes galten als Heilmittel für Lungenkranke.
Hundegalle
hilft bei Epilepsie.
Fett wurde als Medikament gegen Frostbeulen, Quetschungen und andere Wunden
eingesetzt. |
|
|
Der Hund
in (Aber)-Glauben aus alter Zeit |
|
In
Oldenburg glaubte man, sich die prophetischen
Gaben des Hundes zu Nutze zu machen, indem man bei
Mitternacht von hinten zwischen den Ohren oder den Vorderbeinen hindurch
sah oder sich Hundetränen in die Augen strich.
Hundehaare unter die Schwelle des Hauses gelegt, verhindern das
Eindringen von Krankheiten ins Haus.
Der Hund als Wetterprophet: frisst der Hund Gras, wird es regnen
oder schlechtes Wetter stet bevor, frisst er Schnee oder wälzt
sich darin, so steht Tauwetter bevor.
Zum
Schutz vor tollwütigen Hunden trage man ein Riemchen des Heiligen
Hubert von Lüttich mit sich.
Der heulende Hund: Es
wird jemand aus deiner Familie oder aus dem Freundeskreis sterben, wenn
dein Hund auf den Hinterbeinen sitzt und heult. (Er spürt das
Herannahen von Hekate, sagt man). Im Allgäu und Bayern bedeutete ein
beim Heulen nach oben blickender Hund Feuer.
Wenn die Hunde des Nachts arg heulen, so brennt es bald irgendwo in der
Nähe, besonders gern in dem Haus, vor dem sie am längsten heulen.
Heulen und Winseln wurde allgemein als negatives Vorzeichen gedeutet.
In der Zeit zwischen den Jahren, jage man keinem Hund davon, es bringt
Unglück.
Es bringt Glück, wenn einem ein Hund auf der Straße folgt.
|
Der
Wolf:
Noch
heute sagen italienische Bauern »wenn ein Mann am Freitag bei Vollmond
im Freien schläft, wird ihn entweder ein Werwolf angreifen, oder er
wird sich selbst in einen Werwolf verwandeln«.
Die Germanen glaubten: Setzt sich ein Mensch einen Wolfskopf auf, so
wird er dadurch mutig im Kampf, ebenso wie durch Schuhe aus Wolfsfell
oder das Essen eines Wolfsherzens.
Die letzte Garbe beim Abernten der Felder im Mittelalter im deutschen
Raum, wie z.B. in Westfalen, bleibt für die Kornmutter oder dem
Kornwolf oder Roggenwolf stehen. Auch als negativen Vegetationsdämon,
der als zu starker Wind durch das Feld geht, kennt man den Wolf.
|
|
|
Lesen
Sie "Wolf
und Mensch"
von Dr. Erik Zimen.
Eine lange
Geschichte zwischen Freundschaft und Feindschaft und
Frau und Wolf,
auf der Suche nach einer uralten Beziehung
Dieser
Bericht des verstorbenen vielleicht größten Wolfexperten Deutschlands
Dr. Erik Zimen befindet sich auf der sehr interessanten "Wolfs- und
Hundehomepage von Johann Schäfer: http://www.johannschaefer.de |
|
|
|
Hundeschimpfwörter
|
-
"Du
Hund!"
-
"Sohn einer Hündin"
- aus dem Arabischen
-
"Schweinehund" -
europäisch
-
"Hunde mögen die Seele
deiner Mutter fressen!" - süditalienischer Fluch
-
"Mehr Hunger haben wie
der Hund eines Blinden" - aus dem Katalanischen
-
"Ein Hundeleben
führen" - " La vida mas perra" - aus dem Spanischen
-
"Hüte dich vorm
Hund" - antike römische Warnung
-
"Die Hunde des
Krieges" Ausdruck für Söldner/Soldaten - aus dem Englischen
-
"Bitch" - englisch
"Hündin" - Bezeichnung für Schlampe
-
schamlose Hündin -
Bezeichnung für eine lasterhafte Frau
-
"Du verdammter
Hund!"
-
Köter
-
Hundsfott
-
Sauköter
-
hundsmiserabel
-
alte Töle
-
Hundstage
-
hundemüde
-
hundsgemein
-
blöder Hund
-
pudelnass und pudelwohl
-
hundeelend
-
kaltschnäuzig
-
dreckiger Köter
-
feiger Hund
-
wie ein geprügelter Hund
und dann sagt man noch:
-
auf den Hund gekommen
-
da liegt der Hund begraben
-
vor die Hunde gehen
-
den Letzten beißen die Hunde
-
schlafende Hunde soll man
nicht wecken
-
bei diesem Wetter, jagt man
nicht einmal den Hund vor die Tür
-
des Pudels Kern
-
Hunde die bellen, beißen
nicht
-
zwei wie Katz und Hund
-
ach du dicker Hund
|
|
| Mystische
Links |
|
DER
HUND ALS SYMBOL
SCHWARZE
HUNDE ALS GESPENSTERERSCHEINUNGEN
NEHALENNIA
-Firgunia, Hluodana, Tanfana, Nehalennia
HEL
TIERSYMBOLE
IN DER KELTISCHEN MYTHOLOGIE
GARM
- HÖLLENHUND DER GERMANEN
GERMANISCHE
GOTTHEITEN
HÜNDINNEN
IN MYTHEN
LEXIKON
der Esoterik und Mythologie - HUND
NEBELPFADE
- BEFANA; PERCHT
DAS
STERNBILD DES GROSSEN HUNDES UND SEINE MYHTOLOGIE
MYTHEN
- Römische Mythologie, Griechische Mythologie, Keltische Mythologie,
Nordische Mythologie, Östliche Mythologie
ODYSSEUS,
ARGOS und ein acht Jahre vermisster Schäferhund
AKITA
INU, MYTHOLOGIE UND JAPANISCHES BRAUCHTUM
|
Wichtige
Hinweise zu dieser Seite:
Für den Inhalt dieser Links sind die jeweiligen Anbieter
verantwortlich.
Die Homepage "Hundeschicksale" übernimmt für diese Angebote,
Meinungen und Aussagen keine redaktionelle Verantwortung!
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links"
hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch die
Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggfs. mit zu
verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden,
dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.
Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von den Inhalten aller
gelinkten Seiten auf dieser Homepage!
Haftungsausschluss
Der Autor und die Betreiber dieser
Seite übernehmen keinerlei Gewährleistung für die Aktualität,
Korrektheit, Vollständigkeit und Qualität der bereitgestellten
Informationen auf dieser oder einer der gelinkten Seiten.
Haftungsansprüche gegen den Autor oder Betreiber der Seite, welche sich
auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung
oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung
fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden sind
grundsätzlich ausgeschlossen.
Copyright
Falls wir auf
dieser Seite gegen ein Urheberrecht verstoßen sollten informieren Sie uns
bitte. Wir werden die betreffende Sequenz dann umgehend von unserer Seite
entfernen!
|
|