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Ich
erinnere mich noch, wie ich dich nach Hause geholt habe. Du warst so
klein und knuddelig mit deinen winzigen Pfoten und deinem weichen Fell.
Du stolpertest durch den Raum mit blitzenden Augen und hängenden Ohren.
Manchmal hast du einen kleinen Heuler losgelassen um zu sagen "Das
ist mein Revier!". Du machtest ein Chaos aus dem Haus und kautest
alles an, was du sahst, und wenn ich mit dir geschimpft habe, hieltest
du nur deinen Kopf gesenkt und schautest mich aus unschuldigen Augen an,
als ob du sagen wolltest "Tut mir leid, aber wenn du nicht guckst,
werde ich es wieder machen".
Als du älter wurdest, beschütztest du mich, indem du jeden anbelltest,
der an unserem Fenster vorbeiging. Wenn ich nach einem harten Arbeitstag
wiederkam, wartetest du wedelnd auf mich, um mir zu sagen
"Willkommen zu Hause. Ich habe dich vermisst." Du hattest nie
einen schlechten Tag und ich konnte mich immer auf dich verlassen. Wenn
ich mich hinsetzte und Zeitung las oder Fernsehen schaute, hüpftest du
auf meinen Schoß um Aufmerksamkeit zu erregen. Du hast nie mehr von mir
verlangt als dir den Kopf zu streicheln, damit du auf meinen Beinen
schlafen konntest.
Als du alt wurdest, liefst du nicht mehr so schnell herum. Dann, eines
Tages, verlangte das Alter seinen Tribut und du konntest nicht mehr auf
deinen wackligen Beinen stehen. Ich kniete mich zu dir und streichelte
dich wie du da lagst, ich versuchte, dich wieder jung zu machen. Du
schautest mich nur an, als ob du sagen wolltest, dass du alt und müde
warst und, da du nie um etwas gebeten hattest, mich um einen letzten
Gefallen bitten wolltest. Mit Tränen in den Augen fuhr ich noch ein
letztes Mal zum Tierarzt. Ein letztes Mal lagst du neben mir. Warum auch
immer warst du noch in der Lage in der Praxis aufzustehen, vielleicht
war das dein Stolz. Als der Arzt dich wegführte, zögertest du einen
Moment, drehtest deinen Kopf zu mir um Danke zu sagen. "Danke, dass
du für mich gesorgt hast."
Ich dachte: "Nein, danke, dass du für mich gesorgt hast."
Verfasser
unbekannt

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